Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, aber auch im Hinblick auf den zunehmenden Ärztemangel im ambulanten Bereich kommt den ländlichen Krankenhäusern eine besondere Bedeutung zu. Erforderlich ist eine deutliche Aufstockung der Landesmittel für Krankenhausinvestitionen, um die Infrastruktur auf einem angemessenen Niveau zu halten.

Wir fordern vom Bund, die Bemessung von Kostensteigerungen im Krankenhausbereich nicht politisch festzulegen, sondern an realen Preissteigerungsraten auszurichten so - wie im Fallpauschalensystem die Leistungen der Grundversorgung auszufinanzieren. So kann eine Refinanzierung höherer Vorhaltekosten für die notfallmedizinische Akutversorgung in ländlichen Räumen ermöglicht werden. Weiterhin ist das Instrument der Sicherstellungszuschläge dadurch zu stärken, dass keine Anrechnung auf den Landesbasisfallwert erfolgt. Die Notfallversorgung in Krankenhäusern ist gerade angesichts der erheblichen Versorgungsdefizite im ambulanten Sektor auskömmlich zu finanzieren. Gesundheitspolitische Entscheidungen sind zukünftig verstärkt auch politisch zu treffen und nicht auf den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) – bei dem zudem eine kommunale Mitgliedschaft eingefordert wird – zu übertragen. Auch bedarf es einer Förderung intelligenter übergreifender Versorgungskonzepte. Darüber hinaus ist in ländlichen Räumen auch unter Nutzung der Chancen der Digitalisierung eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und pharmazeutischen Dienstleistungen auf Basis der bestehenden Apotheken vor Ort sicherzustellen.

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