Vor 30 Jahren haben die ersten demokratischen Kommunalwahlen in der DDR stattgefunden. Daran erinnert der Deutsche Landkreistag mit großer Dankbarkeit, da auf dieser Grundlage die kommunale Selbstverwaltung auch in der DDR neu begründet wurde. Präsident Landrat Reinhard Sager und Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke sagten: „Die am 6. Mai 1990 Gewählten haben noch in der DDR Monate vor der Landesbildung auf der Grundlage der in der Volkskammer verabschiedeten DDR-Kommunalverfassung vom 17. Mai 1990 eine gigantische Aufbauleistung vollbracht, an die auch heute in Dankbarkeit zu erinnern ist. Die Frauen und Männer der ersten Stunde standen vor der Aufgabe, in den demokratischen Gremien, aber auch in der Verwaltung in einem sich völlig wandelnden Umfeld neue Strukturen aufzubauen, die – gemeinsam mit den kommunalgetragenen Sparkassen – mit der Einführung der Wirtschafts-, Wachstums- und Sozialunion am 1. Juli 1990 vor der ersten großen Bewährungsprobe standen.“

Noch vor der staatlichen Wiedervereinigung und vor der Bildung der fünf neuen Länder habe nicht nur die kommunale Selbstverwaltung in den Kreisen und Gemeinden wiederbegründet werden können. „Es wurden auch verbandliche Strukturen neu geschaffen, so dass der Deutsche Landkreistag bereits im September 1990 auf Landesverbände in Ostdeutschland bauen konnte und 57 Jahre nach der Zwangsauflösung als gesamtdeutscher Verband wieder entstanden ist. Allen daran seinerzeit und seither Beteiligten ist für ihre Leistungen sehr herzlich zu danken." Das gelte auch für viele Aufbauhelfer der ersten Jahre.

„Unser ganz besonderer Dank gilt aber auch jenen, die sich in jüngeren Lebensjahren für diesen Neuaufbau der kommunalen Selbstverwaltung an verantwortlicher Stelle eingebracht haben, heute noch in Verantwortung stehen und die Entwicklung der kommunalen Selbstverwaltung in den neuen Ländern über drei Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt haben. Beispielhaft nennen wollen wir die heute noch amtierenden Landräte der ersten Stunde Dr. Werner Henning (Eichsfeld) und Martina Schweinsburg (Greiz), aber auch den über Jahrzehnte in den Landesverbänden an führender Stelle Verantwortung tragenden Dr. Paul-Peter Humpert (Brandenburg), Heinz-Lothar Theel (Sachsen-Anhalt) und André Jacob (Sachsen).“

 

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