„Wir halten es für richtig, die Wirksamkeit der bestehenden Maßnahmen zunächst auszuwerten und das weitere Vorgehen davon abhängig zu machen“, so kommentierte Landrat Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages, die gestrigen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern. „Vor diesem Hintergrund begrüßen wir, dass Einschränkungen des Schulbetriebs nicht beschlossen worden sind. Es ist sehr wichtig, Schulen und Kitas, soweit dies in der aktuellen Situation möglich ist, offenzuhalten und Präsenzunterricht durchzuführen.“ Auch müsse die Hotspot-Strategie weiter gültig bleiben, damit jeweils die örtlich angemessenen Schritte eingeleitet und die Akzeptanz bei den Menschen erhalten werden könne.

„Wir tun gut daran, den Pfad der Kontaktbeschränkungen und allgemeinen Verhaltensregeln so konsequent wie möglich weiterzuverfolgen, um durch den Winter zu kommen“, so Sager weiter. „Wir dürfen nicht vergessen, dass der Großteil der dunklen Jahreszeit mit günstigeren Bedingungen für Viruserkrankungen noch vor uns liegt. Auch wenn es so scheint, dass die Reproduktionsrate des Virus langsam geringer wird und dies darauf hindeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dürfen wir nicht nachlassen. Es gilt weiter, die Kapazitäten in den Krankenhäusern nicht zu überlasten. Auch dürfen wir uns nicht der Hoffnung hingeben, dass ein Impfstoff schon in wenigen Wochen die Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens über Nacht beenden wird. Das wäre naiv.“

Dennoch solle man optimistisch bleiben. „Wir können davon ausgehen, dass unser sorgsames und verantwortungsbewusstes Verhalten den entscheidenden Unterschied bei der Bewältigung der Pandemie macht. Das betrifft jeden und jede. Insofern geht es um 83 Millionen Beiträge, die alle für das Gelingen des Gesamtprojekts immens wichtig sind“, sagte er. Die Landkreise seien die unmittelbaren Ansprechpartner, Erklärer und Vermittler für die Bevölkerung. Immer wieder gehe es darum, die bestehenden Maßnahmen zu erläutern, für Verständnis zu werben und zum Durchhalten aufzurufen. „Wir sollten nicht vergessen, dass die Gruppe der Corona-Leugner klein ist und die allermeisten Menschen von der Notwendigkeit der Maßnahmen überzeugt sind. Gerade die zweite Welle ist eine besondere Belastungsprobe für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter der Landkreise arbeite derzeit am Anschlag. Viele Landkreise stellten nicht nur neues Personal ein oder würden von kommunalen Mitarbeitenden aus anderen Teilen der Verwaltung und von Landesbediensteten unterstützt, sondern griffen auch auf die Angebote des RKI und der Bundeswehr zurück. „Für diese unkomplizierte Hilfe in dieser schweren Zeit sind wir äußerst dankbar“, so Sager. „Die Lage ist ziemlich angespannt. Im Vergleich zum Frühjahr haben wir es immer mehr mit einem diffusen Infektionsgeschehen zu tun. Gerade deshalb ist es heute wichtiger denn je, an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen zu appellieren.“

 

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