Der Deutsche Landkreistag blickt mit großer Anteilnahme in die von der Flutkatastrophe betroffenen Landkreise in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Präsident Landrat Reinhard Sager sagte: „Wir sind in Gedanken bei den Betroffenen, die Angehörige, Freunde oder ihr Hab und Gut verloren haben. Worte können diesen Verlust nicht beschreiben.“ Er dankte den Hilfsorganisationen, den Landkreisen als Katastrophenschutzbehörden vor Ort und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Ihr kraftraubender Einsatz ist beeindruckend, so dass Ihnen allen dafür großer Dank gebührt. Ihre Arbeit ist nicht zuletzt auch psychisch eine absolute Extremsituation.“

Sager sprach von einer guten Krisenorganisation in den betroffenen Landkreisen. „Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk, Polizei und Bundeswehr arbeiten gut zusammen. Auch würden andere Landkreise unterstützen. „So waren über das Wochenende beispielsweise acht Kreisfeuerwehrbereitschaften und zwei Wasserrettungszüge von niedersächsischen Landkreisen in Nordrhein-Westfalen im Einsatz.“ Und die Gefahr sei vielerorts noch nicht gebannt.

Die Beseitigung der Schäden und der Wiederaufbau würden lange dauern, die Kosten seien derzeit noch nicht abschätzbar. Im Landkreis Ahrweiler zum Beispiel seien mehre Kilometer Gasleitung zerstört. Es werde Wochen oder Monate dauern, bis die dortige Gasversorgung wiederhergestellt werden kann. „Das bedeutet: kaltes Wasser für die Bürgerinnen und Bürger. Glücklicherweise sind es noch ein paar Monate, bis die Heizperiode kommt.“ Außerdem seien die Telefon- und Internetleitungen beschädigt. Auch die Mobilfunknetze sind teilweise ausgefallen. „Das wird nicht von heute auf morgen zu reparieren sein.“

Sager sprach sich des Weiteren für Verbesserungen in Katastrophenfällen aus. „Beispielsweise wäre es gut, wenn SMS-Warnungen an jeden und jede gesendet werden würden, wenn größere Gefahren drohen. Derzeit leisten das zwar verschiedene Apps. Einfacher wäre es allerdings, auch Menschen mit älteren Handys und ohne Smartphones sekundenschnell informieren zu können. An dieser Stelle sollte die Politik den notwendigen Rechtsrahmen schaffen“, so der DLT-Präsident abschließend.

 

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