Die Finanzlage der Landkreise, Städte und Gemeinden spitzt sich weiter zu. Dr. Kay Ruge, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages, beschreibt im Interview mit der FAZ (Freitagsausgabe), warum trotz leicht steigender Einnahmen die Ausgaben deutlich schneller wachsen – insbesondere durch die Sozialausgaben, hier vor allem die Eingliederungshilfe sowie die Kinder- und Jugendhilfe. Er warnt, dass diese Dynamik das System personell und finanziell an die Grenzen bringe.
Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Landrat Dr. Achim Brötel, hat in einem Interview für DIE WELT zur angespannten Finanzlage der Kommunen Stellung genommen. Angesichts eines kommunalen Defizits von inzwischen deutlich über 30 Mrd. € in diesem Jahr fordert er von Bund und Ländern rasche, dauerhaft wirksame Strukturmaßnahmen – denn: „Schöne Worte allein machen nicht satt.“
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat am 12. Dezember 2025 das neue Bürokratiemeldeportal „EinfachMachen“ freigeschaltet. Über das Portal können Verwaltungen, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Verbände praxisnah schildern, wo es im Alltag oder bei der Arbeit mit Formularen, Abläufen oder digitalen Angeboten „hakt“ – etwa bei unnötig komplexen, unverständlichen, umständlichen oder doppelten Verfahren. Der Deutsche Landkreistag war bereits im Vorfeld in die Vorstellung des Portals einbezogen und wird regelmäßig an Weiterentwicklung und Evaluation beteiligt.
Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ hat ihre fachliche Arbeit abgeschlossen und Optionen für eine nachhaltige Struktur- und Finanzierungsreform in der Pflegeversicherung vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen dabei aus kommunaler Perspektive verschiedene Modelle zur Begrenzung der pflegebedingten Eigenanteile – insbesondere eine Dynamisierung der Leistungszuschläge sowie der sogenannte Sockel-Spitze-Tausch.
Zur Verständigung der EU-Innenminister, die Asylbedingungen für Migranten zu ändern, äußert sich der Präsident des Deutschen Landkreistages Landrat Dr. Achim Brötel wie folgt: „Die Einigung der EU-Innenminister auf erleichterte Abschiebungen in sichere Dritt- und Herkunftsstaaten, eine EU-weit verbindliche Liste sicherer Herkunftsstaaten sowie ein konkretes Verfahren, um die Lasten der Aufnahme solidarisch zu verteilen, ist ein wichtiger Schritt hin zu einem belastbaren europäischen Asylsystem. Das entspricht Forderungen der Landkreise, die seit Jahren mit den ganz praktischen Folgen ungeordneter Migration konfrontiert sind.
Der Landrat des Landkreises Karlsruhe, Dr. Christoph Schnaudigel, der außerdem Präsident der Deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE), ist erneut zum Co-Präsidenten des europäischen Kommunalverbandes CEMR gewählt worden. DLT-Präsident Landrat Dr. Achim Brötel gratulierte sehr herzlich zur Wiederwahl und betonte die Bedeutung einer kraftvollen Vertretung kommunaler Interessen auf EU-Ebene: „Mit seiner langjährigen europapolitischen Erfahrung, seiner hohen fachlichen Expertise und seinem leidenschaftlichen Engagement ist Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die richtige Person am richtigen Ort.“
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