Der Deutsche Landkreistag begrüßt, dass der Bundesrat heute verschiedenen Gesetzen zugestimmt hat, die die Verkehrsentwicklung in den Landkreisen verbessern werden. „Das ist vor allem für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse von großer Bedeutung“, so das Fazit von Präsident Landrat Reinhard Sager. Es sei richtig, dass die Verkehrspolitik des Bundes neben der Ausrichtung auf den Klimaschutz erkennbar auch einen stärkeren Fokus auf die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in der Fläche lege.
„Die Klimawende kann nur mit den ländlichen Räumen gelingen, ohne sie steht das Generationenprojekt auf tönernen Füßen,“ so formulierte es der Präsident des Deutschen Landkreistages Landrat Reinhard Sager anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Papiers des kommunalen Spitzenverbandes zu Klimawandel und erneuerbaren Energien. „Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in Landkreisen. Diese Menschen tragen einen Großteil der Lasten zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele. Auf dem Land befinden sich die meisten Anlagen für Windkraft, Bioenergie und Solarstrom. Daher brauchen die ländlichen Räume einen Ausgleich mit dem Ziel einer gerechten Lastenverteilung. Das heißt vor allem, die Investitionen z. B. im Bereich der digitalen Infrastruktur, der medizinischen Versorgung, beim Verkehr oder im Hinblick auf die Dezentralisierung von Bundes- und Landesbehörden hochzufahren. Nur so kann eine Energie- und Klimapolitik gelingen, die von der Bevölkerung überall im Lande akzeptiert und unterstützt wird.“
In der Debatte um eine mögliche Übernahme kommunaler Altschulden durch den Bund hat Norbert Walter-Borjans mehr Einsatz vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet für eine bundesweite Lösung gefordert. Gegenüber der dpa sagte er u. a., dass die NRW-Kommunen über Jahrzehnte Aufbauleistungen für ehemals wirtschaftsschwache Regionen vor allem im Süden Deutschlands erbracht hätten. Dazu sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages Prof. Dr. Hans-Günter Henneke gegenüber der dpa: „Der neue SPD-Vorsitzende sollte nicht mit dem Finger auf den Bund zeigen, sondern sich an die eigene Nase fassen. Schließlich ist er als langjähriger Finanzminister von NRW zumindest mitverantwortlich für die dortige Finanzsituation der Kommunen. Diese wurden seit den 1990er Jahren regelrecht in die Verschuldung getrieben."
Beim bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ können sich Landkreise, Städte und Gemeinden mit überzeugenden und wirkungsvollen Projektideen für naturnahe Flächen und Insektenlebensräume um eine Auszeichnung bewerben. Die 40 besten Ideen werden vom Bundesumweltministerium mit je 25.000 Euro prämiert. Bewerbungen können bis zum 30.6.2020 beim Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e. V.“ eingereicht werden.
Der Wettbewerb „Papieratlas 2020“ wird jährlich von der Initiative Pro Recyclingpapier veranstaltet, in der sich 25 Unternehmen für den Einsatz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel in Wirtschaft, Kommunen und Hochschulen einsetzen. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Bundesumweltministerium, vom Umweltbundesamt, von den drei kommunalen Spitzenverbänden und vom Deutschen Hochschulverband.
Wie schützt man seine Daten im Internet? Welche Online-Quellen sind vertrauenswürdig? Was kann man tun, wenn das Smartphone einmal nicht so will wie man selbst? Fragen wie diese stellen viele Menschen noch immer vor unüberwindbare Hürden. Einem großen Teil der Bundesbürger fällt es schwer, sich souverän und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie anlässlich des ersten bundesweiten Digitaltags am 19. Juni 2020, wie die Initiative „Digital für alle“ mitteilt. Demnach erklärt zwar eine Dreiviertelmehrheit (74 %), technische Geräte wie Smartphone oder Computer bedienen und nutzen zu können, solange keine Fehler oder unerwartete Ereignisse auftreten – aber jeder Vierte (23 %) beherrscht das nicht. Sechs von zehn Bundesbürgern (61 %) finden online in der Regel die Informationen, die sie suchen. 37 % gelingt das nicht. Wiederum 60 % können Programme und Apps installieren, der übrige Teil (37 %) scheitert daran.
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